Kunst und Musik – eine natürliche Synthese

Harmonie von Klang und Farbe – eingebettet in Industriegeschichte

Rückschau auf die Eröffnung der Galerie Lift am 9. November 2019 in den Räumen des Kulturunternehmens Die Stimmgabel

Gleich zu Anfang die wichtigste Botschaft: Die Idee „art meets music“, wirkungsvoll platziert an der Schnittstelle zwischen Kultur und Wirtschaft, hat in der Tabakfabrik, Neckarstadt-West in Mannheim, ihren Platz gesucht und gefunden – unser erstes Projekt war ein voller Erfolg! Die Erinnerungsfotos – zur Verfügung gestellt von Frau Julia Sieck – sagen mehr als 1000 Worte.

Was konnte den Besucher auch mehr anregen und bereichern als bildende Kunst und Klangkultur im Umfeld eines gesellschaftlich bedeutenden Industriedenkmals? Gegenwart atmete Geschichte ein und kam so zu Neuem – man musste einfach nur die Initiative ergreifen und die sprichwörtlichen Saiten zum Schwingen bringen – Analogien und Synergien von Musik und bildender Kunst zu entdecken: dies war im Vorfeld der planerische und ideelle Unterbau für unser erstes Projekt zum Thema „art meets music“.

Das Ergebnis: die Galerie Lift, in Kooperation mit dem Maler und Designer Redzep Porovic aus Mannheim.

Diese Suche nach Zusammenhängen von Kunst und Musik war und ist seit Langem ein naheliegendes Thema in der Kunstwelt: Paul Klee, berühmter Maler und auch talentierter Geiger, der ein großer Bewunderer der Musik des 18. Jahrhunderts war, bezeichnete die damaligen Kompositionen als „vollkommen”. Klee kam im Laufe seines Wirkens zu der Auffassung, dass die bildende Kunst Vollkommenheit nur durch Abstraktion erreichen kann, also durch Verlassen des Gegenständlichen. Seither versuchten Künstlerpersönlichkeiten immer wieder, entsprechende Analogien von Musik und bildender Kunst zu entdecken.
Unsere Gäste – 100 an der Zahl – werden nun beurteilen, ob uns das gelungen ist.

Redzep Porovic präsentierte seine und seines Vaters beeindruckenden Werke in mehreren Themenräumen mit Herz und Verstand und wurde unterstützt von Dr. Jens Hildebrandt, der eine versierte Einführung in das Ausstellungsthema „Zeitzeugnisse“ vorbereitet hatte.

Auf dem klanglich und optisch wunderschönen, historischen Blüthner-Flügel aus dem Jahr 1864 spielte der Pianist Hyeseong Hyung mit Hingabe einige Piècen aus dem Zyklus „Bilder einer Ausstellung” von Modest Mussorgsky. Diese Komposition entstand 1874 – also nur 10 Jahre nach Fertigstellung des Instruments. Viele hätten dem Pianisten – in stiller Betrachtung der Gemälde – gerne noch viel länger zugehört…

Die charmanten Mitglieder des Teams zur Gestaltung des Abends waren neben dem Investor, Ideen- und Gastgeber Christof Klingel:

  • Karoline Gaul, Chefin des Weinguts Karl-Heinz Gaul aus Sausenheim in der Pfalz. Karoline Gaul führt gemeinsam mit ihrer Schwester das Weingut in Grünstadt-Sausenheim. Die Weine sorgen nicht nur in der Pfalz für Aufsehen. Besuchenswert ist das Weingut aber auch auf Grund der Architektur: inmitten der Weinberge können die Weine im Kubus aus Cortenstahl verkostet werden.

  • Susanne Bäcker-Valerius, Schokoladen-Sommelière und Inhaberin von SUVALEE – Tasty Chocolate, die auf einem entkernten Salonflügel-Korpus ein Schokoladenbuffet aufgebaut hatte. Zu Verkosten gab es besondere Pralinen, sowie verschiedenste ausgesuchte Kuvertüren aus Peru, Venezuela und Kolumbien. Um den Flügel herum ergaben sich gut gelaunte Gespräche über die sagenumwobene Götterfrucht.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Gästen, die den Weg zu uns fanden, für ihr Interesse.
Danke aber vor allem an Alle, die während der Vorbereitungswochen ihr Bestes gegeben haben.